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Univ. Prof. Dr. Manfred Norbert Fisch GEG-Start | Nachrichten | > 12.06.2019

Energiewende in der Praxis

Klimaneutrale Quartiere:
Sanierung des Campus der TU Braunschweig

Foto © Univ. Prof. Dr. Manfred Norbert Fisch


Kurzinfo: Klimaneutrale Quartiere – geht das heute überhaupt? Prof. Dr. M. Norbert Fisch, Institut für Gebäude und Solartechnik, Technische Universität Braunschweig, stellte auf den 20. Berliner Energietagen im Mai 2019 zwei Projekte vor: eine Sanierung und einen Neubau. Er hielt beide für zukunftsweisende Lösungen – wenn Verkehr und Gebäude gemeinsam betrachtet werden. Und wenn Solar und Wasserstoff im Planungskonzept zusammenkommen. Wir berichten kurz über den Campus der TU Braunschweig mit 200 Gebäuden:

Aufzählung

1. Campus der TU Braunschweig mit 200 Gebäuden

Aufzählung

2. Sanierung des Campus der TU Braunschweig

Aufzählung

3. Fazit: Klimaschutzmaßnahmen beschleunigen
 

Aufzählung

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1. Campus der TU Braunschweig mit 200 Gebäuden

Die Ausgangsdaten: 200 Gebäude auf dem Campus belegen 400.000 Quadratmeter (m²) Fläche. Die Vielzahl typischer Unigebäude reicht von Vortragsräumen, Bibliothek, Mensa, Büro, Labor, Hallenbauten, Verwaltung bis zu Gebäuden aller Baualtersklassen (historische Gebäude 18./19. Jahrhundert, Gründerzeit, Moderne der 1950er Jahre, Funktionsbauten der 1960/1970er Jahre und Neubauten.

82 Prozent (%) der Gebäude wurden vor 1980 und damit vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 errichtet. 40 % der Flächen nutzt die Forschung, 30 % sind Büros, der Rest verteilt sich auf Bildung, Unterricht und sonstiges (wie Wohnen, Lager, Technikflächen).

Es arbeiten dort 3.600 Beschäftigte und 20.000 Studierende befinden sich auf dem Gelände. Der jährliche Wärmeenergieverbrauch summiert sich auf 35 Gigawattstunden (GWh) im Basisjahr 2011, der jährliche Stromverbrauch auf 35 GWh. Im Bereich Wärme ist dieser Energieverbrauch mit 2.200 Einfamilienhäusern und im Bereich Strom mit 10.000 Einfamilienhäusern vergleichbar. Die jährlichen Energiekosten lagen im Ausgangsjahr bei 11 Millionen (Mio.) Euro.

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2. Sanierung des Campus der TU Braunschweig

Darauf konzentrierten sich die Sanierungsmaßnahmen:
Gebäudehülle, Gebäudetechnik und Betriebsoptimierung der eingesetzten Anlagentechnik.

Auf jedem der Dächer wurden Photovoltaikanlagen installiert. Ihre Amortisationsraten lagen, je nach Zustand und Charakter der Gebäude zwischen 5 und 12 Jahren. Das Einsparungsziel lautet: 40 Prozent der CO2-Emissionen sollten gesenkt werden. Neun Jahre nach der Sanierung waren nur 18 Prozent erreicht, bis 2020 werden es knapp 20 Prozent sein. Mehr war nicht drin. Das lag, so Prof. Fisch, vor allem am verfügbaren Budget für die umfangreiche Gebäudehüllen-Sanierung des Großquartiers.

Wie alle Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland waren die Gebäude der TU sehr marode, aber die Mittel reichten nicht aus, „um mehr zu machen“. Auch hier unterschied sich die TU nicht von allen anderen Hochschulen und Universitäten in Deutschland mit ihren beschränkten Finanzmöglichkeiten.

Damit kann nach seiner Auffassung die Energiewende in diesem Bereich nicht bewerkstelligt werden. Als Beispiel griff er die Flächeneffizienz heraus, die als „Suffizienz“ auf den diesjährigen Energietagen in jedem Bereich – ob Wohnen oder Gewerbe – als eine der zentralen Aufgaben für das Erreichen der Klimaziele identifiziert wurde.

Jede Hochschule, auch die TU Braunschweig, könne ihre Flächen nach genauer Analyse und mit Flächenmanagement um etwa 20 Prozent verringern. Doch für die Umsetzung seien weder genügend Mittel noch Personal vorhanden. Für 40 Prozent Energieeinsparung gab es bei all diesen Voraussetzungen also keine Chance.

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3. Fazit

Wir müssen die Umsetzung der Maßnahmen zum Klimaschutz beschleunigen, und das sofort. Und Prof. Fisch lieferte ein Plädoyer für den Wasserstoff, in Kombination mit Photovoltaik – für ihn unerlässlich, um die Energiewende wirklich zu erreichen.

Bericht: Peter Fritsch / Berlin

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Melita Tuschinski, Dipl.-Ing. UT Austin, Freie Architektin, Stuttgart