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Architektin Jutta Steinbrecher, Univ. Kassel
GEG-Start | Nachrichten | > 20.02.2019 BAFA-geförderte Energieberatung

Neue Chance für Energieberater:
BAFA erprobt die Zulassungs-Berechtigung anhand von speziellen Prüfungen zu erweitern

Architektin Jutta Steinbrecher (Bild links) antwortet im Interview zusammen mit Dr. Karin Vaupel, beide von der Universität Kassel.

Foto: Steinbrecher


Kurzinfo: Bisher waren für die BAFA-geförderte Energieberatung im Baubestand nur diejenigen Berufsgruppen  antragsberechtigt, die nach der geltenden Energieeinsparverordnung (EnEV) auch die Energieausweise im Bestand ausstellen durften. Doch nun erprobt das BAFA neue Wege um die Kompetenz von interessierten, erfahrenen Energieberatern zu prüfen. Als Vorbereitung dienen spezielle Kurse zur  Weiterbildung, an denen qualifizierte Fachleute teilnehmen können. Lesen Sie dazu unseren Bericht.

Aufzählung

Zugangsberechtigung für die BAFA-geförderte Energieberatung erweitern

Aufzählung

Demonstrationsprojekt eröffnet neue Chancen für Energieberater zur BAFA-geförderten Energieberatung

Aufzählung

Universität Kassel entwickelt das Prüfungskonzept für die Erweiterung der Energieberater-Berechtigten
 

Aufzählung

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1. Zugangsberechtigung für die BAFA-geförderte Energieberatung erweitern

Seit Jahren fördert das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Energieberatung im Baubestand mit willkommenen, finanziellen Zuschüssen. Doch die Berechtigung für Fachleute diese Vor-Ort-Beratung durchzuführen war bisher nur für eine begrenzten Berufsgruppe offen, d.h. nur für denjenigen, die gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) § 21 (Ausstellungsberechtigung für bestehende Gebäude) die Voraussetzungen erfüllen um Energieausweise im Baubestand auszustellen.

Seit Jahren haben sich die beruflichen Energieberater-Verbände darum bemüht, diese Beschränkung aufzulösen, denn es gibt viele Energieberater mit praktischer Erfahrung, die Vor-Ort-Beratungen auch kompetent durchführen könnten. Einen ersten Erfolg konnten Sie beim ersten Entwurf für das kommende GebäudeEnergieGesetz (GEG) aus dem Jahr 2017 verbuchen. Dieses erweitert die Ausstellungsberechtigung für Energieausweise im Bestand erheblich im Vergleich zur EnEV 2014 - siehe dazu den GEG-Referentenentwurf vom 1. Nov. 2017, § 88 (Ausstellungsberechtigung für Energieausweise).

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2. Demonstrationsprojekt eröffnet neue Chancen für Energieberater zur BAFA-geförderten Energieberatung

Im Rahmen dieses Demonstrations-Projektes erprobt das BAFA einen alternativer Zugangsweg für Berater zu den BAFA-Förderprogrammen „Energieberatung für Wohngebäude“ sowie „Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen“. Der Weg führt über bestimmte Weiterbildungs-Angebote mit einer entsprechenden Qualifikationsprüfung. Lesen Sie dazu den Bericht des Bundesstelle für Energieeffizienz beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BfEE).

Die Kurse sind für jene Teilnehmer gedacht, die vom BAFA bisher nicht als Energieberater in diesen beiden Förderprogrammen anerkannt werden können, da sie nicht über die erforderliche Grundqualifikation zur Ausstellung von Energieausweisen gemäß EnEV 2014, § 21 Absatz 1 (Wohngebäude) bzw. EnEV § 21 Absatz 1 Satz 1 (Nichtwohngebäude) verfügen.

Hintergrund: Im Rahmen des laufenden, von der BfEE beauftragten Forschungsprojektes hat ein Konsortium geleitet von der Universität Kassel in einem ersten Schritt die notwendigen Fachkompetenzen für eine qualitativ hochwertige Energieberatung analysiert, beschrieben und gewichtet. Weiterhin haben sie untersucht, inwiefern die klassischen Ausbildungswege von Energieberatern diese notwendigen Inhalte abdecken. Der Zwischenbericht steht als Pdf-Download bereit. Darauf aufbauend hat die Universität Kassel in Abstimmung mit der BfEE das Prüfkonzept für die Qualifikationsprüfung entwickelt. Dieses besteht aus schriftlicher Prüfung, Beratungsbericht und einem Fachgespräch.

Dieses Prüfkonzept wird das BfEE in Kürze veröffentlichen, wie wir von der Universität Kassel erfahren haben. Lesen Sie dazu auch weitere Informationen in unserem Interview:

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3. Universität Kassel entwickelt das Prüfungskonzept für die Erweiterung der Energieberater-Berechtigten

Lesen Sie was Dr. Karin Vaupel und die Architektin Jutta Steinbrecher, beide von der Universität Kassel, auf unsere Fragen antworten:

EnEV-online: Wann und wie sind Sie mit der Universität Kassel in dieses Forschungsprojekt der Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE) beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) involviert?

Vaupel / Steinbrecher: Unser Forschungsprojekt heißt: "Qualifikationsanforderungen in der Energieberatung" und ist am Fachgebiet Bauphysik angesiedelt. Ziel des Projekts ist es, eine einheitliche Qualifikationsprüfung für Energieberater zu entwickeln, die die bisherigen
Zulassungsanforderungen in den Energieberatungs-Förderprogrammen des BMWi erweitert und auf den Nachweis eines Berufsabschlusses bzw. Studienganges und anschließender Weiterbildung verzichtet.

Gegenstand des Projekts ist:

  • die Analyse und Zusammenstellung der Fachkenntnisse und Fähigkeiten, die für die einzelnen Energieberatungsprodukte in den Bundesförderprogrammen notwendig sind,

  • der Abgleich der Inhalte einschlägiger Ausbildungen, Weiterbildungen und Studienfächer mit den ermittelten Fachkenntnissen und Fähigkeiten,

  • die Konzeption einer Qualifikationsprüfung für das Förderprogramm "Energieberatung für Wohngebäude",

  • die anschließende Erprobung der Prüfung in einem Demonstrationsprojekt.

Gegenwärtig führen wir die Studienprogramme "Gebäude-Energieberater für Wohngebäude" und "Energieberater für kommunale Nichtwohngebäude" als Demonstrationsprojekte durch und erproben das neue Prüfungskonzept.

Die Laufzeit des Projektes umfasst den zeitlichen Rahmen von Dezember 2017 bis einschließlich Mai 2020. Der Mittelgeber ist die Bundesstelle für Energieeffizienz BfEE/BAFA.

Wie sind Ihre Erfahrungen soweit mit dieser neuen Art der Weiterbildung?

Das Studienprogramm „Gebäude-Energieberater für Wohngebäude“ läuft jetzt seit Oktober 2018 und ist noch nicht abgeschlossen. Die Evaluation des Prüfkonzepts, bestehend aus schriftlicher Prüfung, Beratungsbericht und Fachgespräch hat gerade erst begonnen, so dass leider noch keine Ergebnisse vorliegen.

Wie geht es weiter hinsichtlich der Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen und der Energieberatung im Mittelstand?

Für den Bereich Energieberatung für kommunale Nichtwohngebäude werden wir an der Universität Kassel im Mai/Juni 2019 ein Demonstrationsprojekt durchführen, in dem die Ausbildung zum Energieberater für kommunale Nichtwohngebäude als Teil der regulären Ausbildung zum Energieeffizienz-Experten für Nichtwohngebäude stattfindet. Daran teilnehmen können Personen, die vom BAFA bisher nicht als Energieberater im Bundesförderprogramm „Energieberatung für kommunale Nichtwohngebäude“ anerkannt werden können, da sie nicht über die erforderliche Grundqualifikation zur Ausstellung von Energieausweisen für Nichtwohngebäuden gemäß EnEV § 21 Absatz 1 Satz 1 verfügen.

Teilnahmevoraussetzung ist die Anerkennung im Förderprogramm Energieberatung für Wohngebäude oder die erfolgreiche Teilnahme am Demonstrationsprojekt "Energieberatung für Wohngebäude". Bei erfolgreicher Teilnahme an der Weiterbildung und der Qualifikationsprüfung ist die Anerkennung durch das BAFA als Energieberater für das entsprechende Bundesförderprogramm möglich. Weitere Infos finden Interessierte auf den Webseiten der Universität Kassel.

Wie verläuft Ihre Kooperation mit der Akademie der Hochschule Biberach zu diesen Belangen konkret ab?

Die Hochschule Biberach nimmt als Weiterbildungsträger am Demonstrationsprojekt für die Energieberatung für Wohngebäude teil und erprobt im Rahmen ihrer Weiterbildung das neue Prüfkonzept, ebenso wie die TÜV Akademie Thüringen GmbH in Berlin. Daneben gibt es noch Weiterbildungen bei der Handwerkskammer Hannover sowie der Ökozentrum NRW GmbH, die bereits erfolgreich gestartet sind.

Was finden Sie noch wichtig in diesem Kontext?

Aktuelle Informationen zum Projekt finden Interessierte auf den Webseiten des BfEE. Das von uns entwickelte, neue Prüfkonzept wird das BAFA in Kürze veröffentlichen.

Herzlichen Dank für Ihre Antworten!

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Melita Tuschinski, Dipl.-Ing. UT Austin, Freie Architektin, Stuttgart