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. Energieeinsparrecht für Gebäude soll EnEG, EnEV und EEWärmeG zusammenführen!
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Bericht M. Tuschinski: GebäudeEnergieGesetz GEG kommt?!
GEG-Start | Nachrichten | > 22.01.2019

Auf dem Weg zum GebäudeEnergieGesetz GEG 2019

Neuer Entwurf für das GEG 2019 in der Kritik

Der aktuelle EnEV-ab-2016-Neubau-Standandard soll als Niedrigstenergie-Gebäude definiert werden

Autorin: Melita Tuschinski, Redaktion EnEV-online

© Collage: M. Tuschinski, © Foto: frank peters - Fotolia.com


Kurzinfo: Eine Aufgabe des neuen GebäudeEnergieGesetzes GEG ist es die von der EU geforderten Niedrigstenergie-Gebäudestandard zu definieren und einzuführen. Doch der neue GEG-Entwurf von 2018 sieht dafür keine energetischen Verschärfungen mehr vor. Die EnEV-online Redaktion hat auf Twitter die Aussage von Dipl.-Ing. Hans Erhorn vom Fraunhofer-IBP veröffentlicht: "Bauen besser als EnEV ist wirtschaftlich!" was das Konzept des neuen GEG-Entwurfes bestreitet. Seither meldeten sich etliche Verbände, die den neuen GEG-Entwurf heftig kritisieren. Wir berichten kurz in EnEV-online.

Aufzählung

Bauen besser als EnEV-Standard - auf der BAU 2019

Aufzählung

Zankapfel Niedrigstenergie-Gebäudestandard

Aufzählung

DENEFF kritisiert Entwurf für Gebäudeenergiegesetz: Bürokratie rauf, Klimaschutz runter!

Aufzählung

Manifest zum Gebäudeenergiegesetz von Expertengruppe vorgelegt: eine grundlegende Debatte ist erforderlich!

Aufzählung

6. Wollen Sie auf dem Laufenden bleiben?


1. Bauen besser als EnEV-Standard - auf der BAU 2019

Twitter: Dipl.-Ing. Hans Erhorn vom Fraunhofer-IBP "Bauen besser als EnEV ist wirtschaftlich!"

Bild: Die EnEV-onlie Redaktion hat auf Twitter die Aussage von Dipl.-Ing. Hans Erhorn vom Fraunhofer-IBP veröffentlicht: "Bauen besser als EnEV ist wirtschaftlich!" was im Konzept des neuen GEG-Entwurfes bestritten wird.
© Foto: Melita Tuschinski


Twitter: Fraunhofer IPB Stuttgart "Kostengünstig und Energieeffizient: Ein Widerspruch?" hingewiesen.

Bild: Die EnEV-online Redaktion hat auf Twitter auch darauf hingewiesen, dass das Fraunhofer IPB Stuttgart mit seinen Projekten auf der BAU 2019 beweist, dass "Kostengünstig und Energieeffizient KEIN Widerspruch ist!" Links MinR Peter Rathert, Bundesbauministerium BMI und rechts Dipl.-Ing. Hans Erhorn, Fraunhofer-IBP Stuttgart. 
© Foto: Melita Tuschinski

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2. Zankapfel Niedrigstenergie-Gebäudestandard

Eine Aufgabe des neuen GebäudeEnergieGesetzes GEG ist es die von der EU geforderten Niedrigstenergie-Gebäudestandard zu definieren. Doch der neue GEG-Entwurf von 2018 sieht dafür keine energetischen Verschärfungen mehr vor.

Niedrigstenergie-Gebäudestandard: Die Definition laut EU-Richtlinie Artikel 2 (Begriffsbestimmungen) lautet: ?"ein Niedrigstenergiegebäude ist ein Gebäude, das eine sehr hohe nach Anhang 1 (EU-Rechenmethode) Gesamtenergieeffizienz aufweist. Der fast bei null liegende
oder sehr geringe Energiebedarf sollte zu einem ganz wesentlichen Teil durch Energie aus erneuerbare Quellen einschließlich ? die am Standort oder in der Nähe erzeugt wird gedeckt werden."

Zeitplan: Im Artikel 9 (Niedrigstenergiegebäude englisch ?Nearly zero-energy building) regelt die Richtlinie den zeitlichen Rahmen: Die Mitgliedstaaten gewährleisten,
dass ab 1. Januar 2019 alle öffentlichen und ab 1. Januar 2021 alle anderen Gebäude (privatwirtschaftlich genutzte) Niedrigstenergiegebäude sind. Auch erstellen die Mitgliedstaaten nationale Pläne zur Erhöhung der Zahl der Niedrigstenergiegebäude. Darin sollten folgende Angaben enthalten sein:

  • Definition des Niedrigenergie-Gebäudestandards und den numerischen Indikatoren für den Primärenergieverbrauch,

  • Die verwendeten Primärenergiefaktoren auch aufgrund von europäischen Normen.

  • Informationen über Strategien und finanzielle Förder-Chancen.

  • Internet: www.enev-online.de/epbd/

Im neuen Entwurf für das GEG 2019 wird jedoch der aktuell geltende EnEV-Standard als Niedrigstenergie-Gebäudestandard definiert. Informationen dazu auf EnEV-online: EnEV ab 2016: Erhöhter Neubau-Standard Praxishilfen zur Energieeinsparverordnung

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3. DENEFF kritisiert Entwurf für das Gebäudeenergiegesetz: Bürokratie rauf, Klimaschutz runter!

Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF) kritisiert den Entwurf vom 14. November 2018 für ein  Gebäudeenergiegesetz (GEG) deutlich. Die DENEFF empfiehlt in ihrer Stellungnahme, den Entwurf von Grund auf zu überarbeiten oder sogar gänzlich zurückzuziehen, da er ansonsten der Energiewende im Gebäudesektor schade. Statt einer Vereinfachung drohe mit dem neuen GEG ein Zuwachs an Bürokratie, der neue Rechtsunsicherheiten für die Energieeffizienzbranche schaffe. Der Entwurf verletze sogar den Koalitionsvertrag, da er entgegen dortiger Festlegungen hinter das bisherige Anforderungsniveau zurückfalle. Zudem enthalte er zahlreiche Schlupflöcher und schüre neue Zielkonflikte, so die DENEFF. Das Gesetz soll noch im Januar im Bundeskabinett beschlossen werden.

Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der DENEFF.

Bild: Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der DENEFF.
© Foto: DENEFF

Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der DENEFF äußert sich dazu: "Die Zeit drängt, um nicht wieder zusätzliche Jahre für den Klimaschutz zu verlieren. Denn in dieser Form droht das Gesetz zum Bumerang zu werden: Das GEG fällt hinter die von der EU geforderten wirtschaftlich optimalen Standards für Neubauten zurück. Die Bewohner zahlen dann mehr Heizkosten als nötig. Dem Klimaschutz erweist die Bundesregierung so einen Bärendienst. Die Innovationsklausel ist eine reine Schummelklausel. Ein weiterer Schummelbonus, der die Anrechnung von zusätzlichem PV-Strom erlauben soll, schwächt die Effizienzanforderungen weiter ab und stellt fossile Systeme sogar besser als erneuerbare. Dass nicht einmal mehr eine Vorbildrolle der öffentlichen Hand geplant ist, setzt dem Ganzen die Krone auf."

| DENEFF-Stellungnahme zum GEG-Entwurf (Pdf-Format)

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4. Manifest zum Gebäudeenergiegesetz von Expertengruppe vorgelegt:  eine grundlegende Debatte ist erforderlich!

Mehrere Experten und eine Expertin der Gebäude- und Energietechnik haben ein MANIFEST vorgelegt
zur aktuellen Debatte über den Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes. Dabei gehen sie nicht auf einzelne Paragrafen ein, zumal die bisherigen Regelungen von EnEG, EnEV und EEWärmeG ihrer Meinung nach ohnehin gründlich überarbeitet werden müssten. Ein einfaches "Zusammenwerfen" in ein neues "GEG" mache daher keinen Sinn.

Die Expertengruppe fordert, dass das GEG deutlich vereinfacht werden müsste, die Bezugsgrößen transparent bestimmt werden müssten, nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Realität. Zur Steigerung der Modernisierungsrate schlagen sie vor, die Modernisierungskosten zwischen Vermieter, Mieter und Staat zu je einem Drittel aufzuteilen, damit alle Beteiligten Vorteile hätten und das Investor-Nutzer-Dilemma aufgelöst werden könnte.

Das GEG müsse sowohl das Ziel verfolgen, die Gebäudewerte zu erhalten, die Energieeffizienz voranzubringen sowie die Energieversorgung der Gebäude klimaschonend sicherzustellen. Hierbei müssten Energieeffizienz und Erneuerbare Energien sich ergänzend kombiniert werden und dürften sich nicht gegenseitig kompensieren, wie es der GEG-Entwurf soweit vorsehe.

Der GEG Entwurf (letzter Stand 14.11.2018) ließe sogar erwarten, dass das Anforderungsniveau geringer angesetzt werde als zuvor. Für den notwendigen großen Klimaschutzbeitrag im Gebäudeenergie-Bereich ließe der GEG-Entwurf den notwendigen dauerhaft wirkenden Anschub ihrer Meinung nach vermissen.

| Manifest der Expertengruppe zum GEG-Entwurf (Pdf)

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Melita Tuschinski, Dipl.-Ing. UT Austin, Freie Architektin, Stuttgart