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. Energieeinsparrecht für Gebäude soll EnEG, EnEV und EEWärmeG zusammenführen!
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Niedrigstenergie-Standard nach GEG-Entwurf und die KfW-Förderung
GEG-Start | Nachrichten | > 26.04.2017

Auf dem Weg zum GebäudeEnergieGesetz GEG 2018

GEG-Entwurf: Niedrigstenergie-Standard für öffentlichen Neubau und KfW Effizienzhaus 55

Die KfW-Pressestelle antwortet auf unsere Fragen

Grafik: © underdogstudios - Fotolia.com


Kurzinfo: Wie es die EU-Gebäuderichtlinie von 2010 fordert, muss auch Deutschland den Niedrigstenergie-Gebäudestandard einführen: ab 2019 für öffentliche und ab 2021 auch für privatwirtschaftliche Neubauten. Dieses ist einer der Hauptgründe weshalb die Energieeinsparverordnung (EnEV) wieder geändert wird. Bei dieser Gelegenheit wollten die zuständigen Bundesministerien für Wirtschaft (BMWi) und Bauen (BMUB) auch eine läst fällige Aufgabe erledigen und die drei parallel laufenden Regelungen für Gebäude - Energieeinsparungsgesetz (EnEG), Energieeinsparverordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) - zusammenführen. Dafür haben sie einen Entwurf für ein neuen GebäudeEnergieGesetz (GEG) ausgearbeitet. In diesem wird auch der Niedrigstenergie-Gebäudestandard für öffentliche Neubauten ab 2019 definiert. Er ist vergleichbar mit dem Standard des KfW Effizienzhauses 55, welches als Fördermaßstab der KfW gilt. Für private Neubauten sieht der GEG-Entwurf vor, dass der Niedrigstenergie-Standard in einer künftigen Novelle festegelegt wird.

Die GEG-Definition des Niedrigstenergie-Standards hat zu vielen Diskussionen in den politisch und fachlich interessierten Kreisen geführt. Es wurde sogar befürchtet, dass er Modell-Charakter entwickeln könnte und auch für künftige Wohnbauten gelten könnte.

Aus diesem Anlass haben wir bei der KfW-Förderbank nachgefragt und um Antworten auf Fragen zu folgenden Aspekten gebeten:

Aufzählung

GEG Niedrigstenergie-Standard und KfW Effizienzhaus 55

Aufzählung

Förderung Nichtwohnbau nach KfW Effizienzhaus 55

Aufzählung

Förderung neue Wohnbauten KfW Effizienzhaus 55

Aufzählung

Fazit zur KfW-Förderung und Ausblick
 

Aufzählung

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1.   GEG Niedrigstenergie-Standard
       und KfW Effizienzhaus 55

Der Niedrigstenergie-Standard wurde in dem Entwurf für das neue GebäudeEnergieGesetz (GEG) für Neubauten der öffentlichen Hand definiert wie folgt definiert:

§ 21 Nichtwohngebäude im Eigentum der öffentlichen Hand als Niedrigstenergiegebäude: "(1) Zu errichtende Nichtwohngebäude, die im Eigentum der öffentlichen Hand stehen und von Behörden genutzt werden sollen, sind ab dem 1. Januar 2019 so auszuführen, dass der Höchstwert des Jahres-Primärenergiebedarfs nach § 19 (Gesamtenergiebedarf Nichtwohngebäude) um mindestens 26 Prozent und die Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz nach § 20 (Baulicher Wärmeschutz) um mindestens 12 Prozent unterschritten werden."

Diese sollte Nichtwohngebäude betreffen, die sich im Eigentum der öffentlichen Hand befinden und von Behörden genutzt werden. Ihnen kommt, laut GEG-Entwurf, eine Vorbildrolle zu:

§ 4 Vorbildfunktion der öffentlichen Hand: "(1) Einem Nichtwohngebäude, das sich im Eigentum der öffentlichen Hand befindet und von einer Behörden genutzt wird, kommt eine Vorbildfunktion zu."

Im KfW-Programm 217/281 "IKK – Energieeffizient Bauen und Sanieren" fördern die KfW auch Investitionen in energiesparende Nichtwohngebäude. Anträge können auch kommunale Gebietskörperschaften oder Gemeindeverbände wie kommunale Zweckverbände einreichen.

Frage: Entspricht der im GEG vorgeschlagene Niedrigstenergie-Standard dem KfW-Effizienzhaus 55?

KfW: Unserer Kenntnis nach würde der im GEG vorgeschlagene Niedrigstenergie-Standard insbesondere beim baulichen Wärmeschutz geringere Anforderungen beinhalten als unser aktuelles KfW-Effizienzhaus 55.

Können Sie bei der Antragstellung für eine Förderung ggf. erkennen ob es sich um ein "öffentliches Gebäude" im Sinn des GEG-Entwurfes handelt?

KfW: Sofern der Gesetzgeber hinreichend genau beschreibt, welche Gebäude "Öffentliche Gebäude" im Sinne des GEG sind, sollte dies möglich sein. Die (uns bekannten) Antragsteller im KfW-Programm 217/218 "Energieeffizient Bauen und Sanieren" sind dazu verpflichtet, im Antragsformular ihr geplantes Investitionsvorhaben zu beschreiben sowie das Investitionsvolumen auf die geplanten Verwendungszwecke aufzuschlüsseln. Zu den auswählbaren Gebäudearten gehören u. a. Verwaltungsgebäude, Schulen, Kindertagestätten (Kitas) usw. Nähere Informationen finden Sie auf unserer Homepage insbesondere im Bereich Downloads unter "Formulare rund um den Antrag".

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2.   Förderung von Nichtwohnbauten nach
       dem KfW Effizienzhaus 55 Standard

Frage: Wie rege wurde die Förderung für das KfW-Effizienzhaus 55 für Nichtwohngebäude wahrgenommen?

KfW: Seit Programmeinführung im Jahr 2015 ist die Nachfrage nach einer Neubauförderung stetig gewachsen. Aktuell macht die Förderung für ein KfW-Effizienzhaus 55 einen Großteil der Kreditzusagen im Programm 217 aus.
Weitere Informationen zur Inanspruchnahme der Programme 217-220 aufgeschlüsselt nach Verwendungszwecken finden Sie beispielsweise ab Seite 153 in unserem Förderreport 2016 (u. a. Neubau EH55 für verschiedene Gebäudearten).

Frage: Können Vertreter der öffentlichen Hand auch im Rahmen von anderen KfW-Förderprogrammen eine Neubau-Förderung erhalten, wenn sie den KfW-55-Effizienzhaus-Standard erfüllen?

KfW: Antragsberechtigte wie beispielsweise Gebietskörperschaften (keine natürlichen Personen) können in der Regel zusätzlich eine Finanzierung aus dem Programm 208 "IKK – Investitionskredit Kommunen" in Anspruch nehmen.

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3.   Förderung neue Wohnbauten
       nach KfW Effizienzhaus 55

Einer der Haupt-Gründe, warum das GebäudeEnergieGesetz nicht verabschiedet wurde ist die Befürchtung seitens politischer Kreise, dass der KfW-Effizienzhaus 55 Standard auch für Wohngebäude ab 2021 verpflichtend werden könnte.

Die KfW fördert auch den Bau von neuen Wohnhäusern, die den KfW-Effizienzhaus 55 Standard erfüllen.

Frage: Im Rahmen welcher KfW-Programme werden Bauvorhaben nach dem KfW Effizienzhaus 55 Standard gefördert?

KfW: Derartige Bauvorhaben werden unter den nachfolgenden KfW-Programmen gefördert:

Weiterführende Informationen finden Sie außerdem ausgehend von der Webseite "Was ist ein KfW-Effizienzhaus?"

Frage: Wie werden diese Fördermöglichkeiten von Bauherren soweit wahrgenommen und wie viele Förder-Anträge hat die KfW soweit genehmigt?

KfW: Die Antworten können Sie der nachfolgenden Tabelle basierend auf den KfW-Förderreporten der Jahre 2013-2016 entnehmen:

Überblick der Anzahl der Förder-Zusagen

2013

2014

2015

2016

Kauf / Ersterwerb KfW-Effizienzhaus 55

3.483

3.149

3951

44.510

Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 55

437

481

619

1.071

Errichtung / Herstellung Passivhaus 55

145

180

216

52

Kauf / Ersterwerb Passivhaus 55

157

79

65

19

Errichtung / Herstellung KfW-Effizienzhaus 55

7.965

7.445

 

 

Insgesamt

12.187

11.334

4.851

45.652

.

Überblick der Darlehens-
zusagen in Millionen Euro

2013

2014

2015

2016

Kauf / Ersterwerb KfW-Effizienzhaus 55

200 178 243 7.444

Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 55

71 94 144 269

Errichtung / Herstellung Passivhaus 55

10 18 31 19

Kauf / Ersterwerb Passivhaus 55

8 4 3 1

Errichtung / Herstellung KfW-Effizienzhaus 55

830 724    

Insgesamt

1.119 1.081 421 7.733

Die kompletten KfW-Förderreporte der Jahre 2013-2016 finden Sie auf der KfW-Webseite "Förderreport".

Darüber hinaus fördert die KfW außerdem den Ersterwerb von sanierten KfW-Effizienzhäusern 55.

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4.   Fazit zur KfW-Förderung von Effizienzhaus 55
      Projekten und Ausblick

Frage: Welche weiteren Aspekte wären von Interesse in diesem Zusammenhang?

KfW: Der Anstieg der Nachfrage in 2016 für den Förderstandard KfW-Effizienzhaus 55 lässt sich darauf zurückführen, dass seit 1. April 2016 der Förderstandard KfW-Effizienzhaus 70 eingestellt wurde. Grund für diese Einstellung sind energetisch strengere Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV ab 2016).

Es wird erwartet, dass sich in diesem Jahr die erhöhte Nachfrage für den Förderstandard KfW-Effizienzhaus 55 fortsetzen wird. Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie in unseren folgenden Presseerklärungen:

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Wir haben diese Informationen nach bestem Wissen und mit größter Sorgfalt erstellt, dennoch können sich Fehler ergeben haben. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass alle Angaben und Hinweise ohne jegliche Gewähr erfolgen. Es gelten unsere Allgemeinen Geschäfts-Bedingungen.

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Melita Tuschinski, Dipl.-Ing. UT Austin, Freie Architektin, Stuttgart