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GEG GebäudeEnergieGesetz kommt!
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3. Berechnungsgrundlagen und -verfahren

§ 34 Vereinfachtes Berechnungsverfahren für zu errichtende Nichtwohngebäude


(1) Abweichend von § 23 Absatz 1 und 2 darf der Jahres-Primärenergiebedarf des zu errichtenden Nichtwohngebäudes und des Referenzgebäudes unter Verwendung eines Ein-Zonenmodells ermittelt werden, wenn

  1. die Summe der Nettogrundflächen aus der typischen Hauptnutzung und den Verkehrsflächen des Gebäudes mehr als zwei Drittel der gesamten Nettogrundfläche des Gebäudes beträgt,

  2. in dem Gebäude die Beheizung und die Warmwasserbereitung für alle Räume auf dieselbe Art erfolgen,

  3. das Gebäude nicht gekühlt wird,

  4. höchstens 10 Prozent der Nettogrundfläche des Gebäudes durch Glühlampen, Halogenlampen oder durch die Beleuchtungsart „indirekt“ nach DIN V 18599: 2016-10 beleuchtet werden und

  5. außerhalb der Hauptnutzung keine raumlufttechnische Anlage eingesetzt wird, deren Werte für die spezifische Leistungsaufnahme der Ventilatoren die entsprechenden Werte der Nummern 6.1 und 6.2 der Anlage 2 dieses Gesetzes überschreiten.

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(2) Das vereinfachte Berechnungsverfahren kann angewandt werden für

  1. Bürogebäude, auch mit Verkaufseinrichtung, Gewerbebetrieb oder Gaststätte,

  2. Gebäude des Groß- und Einzelhandels mit höchstens 1 000 Quadratmeter Nettogrundfläche, wenn neben der Hauptnutzung nur Büro-, Lager-, Sanitär- oder Verkehrsflächen vorhanden sind,

  3. Gewerbebetriebe mit höchstens 1 000 Quadratmeter Nettogrundfläche, wenn neben der Hauptnutzung nur Büro-, Lager-, Sanitär- oder Verkehrsflächen vorhanden sind,

  4. Schulen, Turnhallen, Kindergärten und -tagesstätten und ähnliche Einrichtungen,

  5. Beherbergungsstätten ohne Schwimmhalle, Sauna oder Wellnessbereich und

  6. Bibliotheken.

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(3) Abweichend von Absatz 1 Nummer 3 kann das vereinfachte Verfahren auch angewendet werden, wenn in einem Bürogebäude eine Verkaufseinrichtung, ein Gewerbebetrieb oder eine Gaststätte gekühlt wird und die Nettogrundfläche der gekühlten Räume jeweils 450 Quadratmeter nicht übersteigt. Der Energiebedarf für die Kühlung von Anlagen der Datenverarbeitung bleibt als Energieeinsatz für Produktionsprozesse im Sinne von § 2 Absatz 1 Satz 1 außer Betracht.

(4) Bei Anwendung des vereinfachten Verfahrens sind in den Fällen des Absatzes 3 Satz 1 der Höchstwert und der Referenzwert des Jahres-Primärenergiebedarfs pauschal um 50 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr a) je Quadratmeter gekühlte Nettogrundfläche der Verkaufseinrichtung, des Gewerbebetriebes oder der Gaststätte zu erhöhen. Dieser Betrag ist im Energieausweis als elektrische Energie für Kühlung auszuweisen.

(5) Der Energiebedarf für die Nutzung von Warmwasser darf unter Zugrundelegung typischer Nutzungsbedingungen vereinfacht mit Pauschalwerten berechnet werden.

(6) Der Jahres-Primärenergiebedarf für Beleuchtung darf vereinfacht für den Bereich der Hauptnutzung berechnet werden, der die geringste Tageslichtversorgung aufweist.

(7) Der im vereinfachten Verfahren ermittelte Jahres-Primärenergiebedarf des Referenzgebäudes nach § 19 Absatz 1 in Verbindung mit der Anlage 2 zu diesem Gesetz ist um 10 Prozent zu reduzieren. Der reduzierte Wert ist der Höchstwert des Jahres-Primärenergiebedarfs des zu errichtenden Gebäudes.

(8) § 22 Absatz 3 ist entsprechend anzuwenden.

(9) Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie kann gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit typische Hauptnutzungen der Gebäude nach Absatz 2 mit den für den Jahres-Primärenergiebedarf jeweils maßgeblichen typischen Nutzungen und Pauschalwerten nach Absatz 5 beschreiben und diese im Bundesanzeiger bekannt machen.

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Melita Tuschinski, Dipl.-Ing. UT Austin, Freie Architektin, Stuttgart